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Katerfrühstück inklusive
Quelle: Münchner Merkur, 21./22.08.2004, Autorin: Elke Robert
München – Tierbesitzer, die sich mit gutem Gewissen ein paar Tage ohne
ihren Liebling gönnen wollen, müssen rechtzeitig vorsorgen. Damit es für
Hund oder Katze ebenfalls eine stressfreie Zeit wird, bietet es sich an,
für die Tiere einen Aufenthalt in einer Pension oder einem Hotel zu
buchen. Wer dagegen mehrere oder größere Vierbeiner wie etwa Pferde
unterbringen will, kommt günstiger weg, wenn er für die Zeit seines
Urlaubs einen Haushüter anstellt.
Personal, das in Abwesenheit des Besitzers Haus und Hof samt der
tierischen Bewohner hütet, vermittelt beispielsweise die „Agentur ohne
Grenzen“ in München. „Je nach Pflegeintensität der Tiere besorgen wir
einen Haushüter schon ab 50 Euro pro Tag“, so Agentur-Inhaber Carlheinz
Schichl. Die Suche nach einem Haushüter gestaltet sich relativ einfach:
Die international tätige Agentur bietet eine Vermittlung für Arbeiten
aller Art an. Rund 12.000 Privatleute haben sich bisher registrieren
lassen. Ist man selbst bereit, seine Fähigkeiten im Tausch anzubieten,
wird lediglich ein Mitgliedsbeitrag fällig. Falls dafür keine Zeit ist,
zahlt man für die Dienste. Gerade bei sensiblen Geschöpfen bzw. wenn
viele Tiere zu betreuen sind, sei Haushüten eine gute Lösung, so der
Münchner: „Katzen sollten grundsätzlich in ihrer gewohnten Umgebung
belassen werden.“
Vom Gegenteil lassen sich in guten Katzenpensionen auch die sensibelsten
Samtpfoten überzeugen. Sobald Liselotte Schmid die Türe ihres
Katzenhauses öffnet, schaut schon der erste neugierige Gast durchs
Fenster und wartet auf seine Streicheleinheit. Seit bald 20 Jahren nimmt
die Starnbergerin Katzen in Pflege. Damit sich die Tierliebhaberin jedem
Vierbeiner ausgiebig widmen kann, nimmt sie höchstens sieben bis acht
Katzen gleichzeitig auf. Die Plätze für 7 Euro pro Tag inklusive
Katerfrühstück sind begehrt und oftmals lange vor der Urlaubszeit
ausgebucht: „Ich habe viele Stammkatzen, die ich teilweise vom Babyalter
auf kenne“, so Liselotte Schmid.
Viele der Dauergäste seien ihr ans Herz gewachsen. Auch unter den Tieren
selbst entstünde häufig eine Freundschaft, so dass sich deren Besitzer
verständigen und die Katzen gleichzeitig abgeben. Die neuen
Pensionstiere fügen sich schnell ein: Sowohl im Katzenhaus selbst als
auch im Freigehege gibt es genügend Kuschelecken, in die sich die
schnurrenden Tiger zurückziehen können.
Von einem Urlaub, wie er im Hundehotel Satke bei Geltendorf (Kreis
Landsberg) geboten wird, könne sogar manche Zweibeiner nur träumen. Im
Hotelgarten tollen die Welpen in der „Wuselgruppe“ um die Spielgeräte
herum, der eben angekommene Husky darf zur Begrüßung erst einmal die
große Runde spazieren gehen. „Unsere Idee war: Wenn das Herrchen eine
tolle Zeit verbringt, warum dann nicht auch sein Hund?“, erklärt
Hotelinhaber Markus Satke.
Spiel, Sport und Spaß stehen daher für die Gäste im Vordergrund. Das
Programm wird in dem reinen Familienunternehmen individuell den
Bedürfnissen des Hotelgastes angepasst, Fitness und Wellness gehören
ebenso zum Freizeitkonzept wie Knuddeln und Toben. Bei Preisen ab 19
Euro pro Tag wartet auf die Tiere eine helle und wohnliche Atmosphäre
wie Zuhause, wahlweise im Einzel- oder Doppelzimmer – für die Satkes
selbstverständlich ohne Zwinger oder Hundeboxen.
Wer wissen will, wie es seinem Liebling geht, kann im Internet sogar
tägliche aktuelle Fotos abrufen. Was man dort allerdings vergeblich
sucht, sind traurige Hundeaugen.
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