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Mit dem Haustier in Urlaub -
Die Reiseapotheke darf nicht fehlen.

Autorin: Manuela Werbinek

Alle freuen sich auf die schönsten Wochen des Jahres. Aber was macht man mit seinem Haustier? Für Kleintiere wie Wellensittiche, Hamster, Meerschweinchen... findet sich meist ein guter Betreuer für die Urlaubszeit. Schwieriger wird es mit Hund und Katze. Wenn man sich entschließt seinen Liebling mitzunehmen, sollte man jedoch einige grundlegende Dinge beachten.

Auf alle Fälle sollte man das gewohnte Futter mitnehmen, da es am Urlaubsort oft nicht zu bekommen ist. Ist eine Reise ins Ausland geplant, muss man sich rechtzeitig erkundigen, welche Impfungen für das jeweilige Urlaubsziel vorgeschrieben sind. Auch gibt es für Hunde in einigen Ländern Leinen- und/oder Maulkorbzwang. Gerade einen Maulkorb sind bei uns die meisten Hunde nicht gewöhnt und sie müssen rechtzeitig lernen den Maulkorb zu tragen. Es ist auch sinnvoll, sich über zusätzlichen empfehlenswerten Impfschutz für die einzelnen Urlaubsländer zu informieren. So ist z. B. in den Mittelmeeranrainerstaaten die Babesiose weit verbreitet, sie wird dort von Zecken übertragen. Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem Tierarzt über die geplante Reise und beraten  Sie sich mit ihm, zu welchen Impfungen er rät. Meist muss der Tierarzt die Impfstoffe aus dem Ausland bestellen und dies kann einige Zeit dauern.

Falls eine Flugreise geplant ist, müssen die Bestimmungen der einzelnen Airlines beachtet werden. Die Katze oder der Hund müssen „wasserdicht“ verpackt werden. Das Tier sollte schon einige Wochen vor dem geplanten Flug mit der Transportbox vertraut gemacht werden. Dazu stellt man die Box am besten in der Wohnung auf und legt die Lieblingsdecke des Tieres hinein. Jedes Mal, wenn das Tier die Box freiwillig benutzt, wird es ausgiebig dafür gelobt. Auf diese Weise vermeidet man ganz einfach, dass das Tier durch die ungewohnte Transportbox zusätzlichem Stress ausgesetzt ist.

Wenn man mit dem Auto verreist, ist es unbedingt nötig, dass das Tier in einer Transportbox sitzt oder mit einem speziellen Sicherheitsgurt (Hund) angeschnallt wird und nicht durch das ganze Auto toben kann. Auch der Fußraum des Beifahrers, die Rücksitze oder gar die Hutablage sind ungeeignete Plätze. Bei einem Unfall oder einem abrupten Bremsmanöver besteht leicht die Gefahr, dass die Tiere durch das Fahrzeug geschleudert werden und sich oder ihre Besitzer verletzen.

Auf alle Fälle sollte man sich spätestens bei Ankunft am Urlaubsziel informieren, wo der nächste Tierarzt zu erreichen ist und ob es auch eine Art Tierärztlichen Notdienst gibt. Eine kleine Reiseapotheke für unsere Lieblinge sollte man auch eingepackt haben. Niemals sollten Rescue-Tropfen fehlen. Arnica D6 ist eine gute Hilfe bei Entzündungen aller Art. Zur Wundversorgung sollte man eine desinfizierende Lösung wie z. B. Betaisodona dabei haben. Eine blutstillende Watte, Wundsalbe (z. B. Mirfulan-Salbe), Wundkompressen, Verbandwatte, eine Mullbinde sowie eine elastische Pflasterbinde und Schutzhandschuhe sollten nicht fehlen. Wenn das Tier unter Reisekrankheit leidet, helfen Reisetabletten für Tiere oder Hevertigon Tabletten meist sehr gut. Perenterol Kapseln sollte man für Magen- und Darmprobleme auf alle Fälle in die Reiseapotheke einpacken.

So vorbereitet und ausgerüstet kann es nun in den Urlaub gehen. Jeder Tierbesitzer sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass diese Zeit für das Tier in den seltensten Fällen zu den schönsten Wochen im Jahr wird, da die meisten Tiere ihre gewohnte Umgebung und Tageseinteilung vorziehen. Trotzdem kann jeder mit seinem Tier einen wunderschönen Urlaub verbringen, wenn alles gut vorbereitet und geplant wird.
 

 
     

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Stand: 31.08.04